Bairisch nach Maß?

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Melanie Eibl

Abstract

Im Jahr 2009 wurde das Bairische durch den UNESCO Atlas of the World´s Languages in Danger als „vulnerable“ und somit „potenziell gefährdet“ eingestuft. Interessant an dieser Einordnung ist neben der öffentlichen Debatte um eine etwaige Bedrohung des Dialekts auch die UNESCO-Darstellung des Bairischen als Sprache, da es in der Linguistik gemeinhin als größter deutscher Dialektverband angesehen wird. Diese Klassifizierung bedient die Debatte um Dialekt und Standard erneut. In diesem Beitrag soll nach einer Diskussion über Sprache und Dialekt und der entsprechenden Einordnung des Bairischen der Frage nachgegangen werden, ob es in Bayern staatliche Sprachplanung bereits gibt oder ob es solcher insgesamt gesehen bedarf. Dabei werden staatliche wie auch von anderen Institutionen angeregte sprachpflegerische und -planerische Bemühungen und Regelungen erörtert. Ziel ist es, sich angesichts der „besonderen“ Situation des Bairischen und der in Bayern vorkommenden Varietäten mit Sinn und Wichtigkeit sprachregulierender Maßnahmen auseinanderzusetzen.

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